Boulez, Pierre
Französischer Komponist und Dirigent
Pierre Boulez wurde am 26. März 1925 in Montbrison (Loire) geboren und ist einer der bedeutendsten Komponisten serieller Musik. 1942 zog er nach Paris, wo er bei Olivier Messiaen, Andrée Vaurabourg-Honegger und René Leibowitz studierte. 1955-60 war der Dozent der „Internationalen Ferienkurse für Neue Musik“ in Darmstadt und hatte 1963 eine Gastprofessur an der Havard University inne. Boulez gründete 1976 das Ensemble InterContemporain und widmete sich von 1977 bis 1991 intensiv seiner Arbeit als Leiter des „Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique“ (IRCAM) im Pariser Centre Pompidou.
Boulez ist nicht nur als Komponist, sondern auch als Dirigent erfolgreich. Er dirigierte seit 1966 wiederholt bei den Richard-Wagner-Festspielen Bayreuth, 1969-75 war er Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra und 1970-77 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker. 1995 wurde er zum Principal Guest Conductor des Chicago Symphonie Orchestra ernannt.
Boulez erhielt zahlreiche Preise und Ehrendoktortitel.
Auszeichnungen (Auswahl)
- Ernst von Siemens Musikpreis (1979)
- Erster Preisträger "Praemium Imperiale" (1989)
- Preis der deutschen Schallplattenkritik (1995)
- Ehrung bei den Victoires de la Musique anlässlich seines 70. Geburtstages (1995)
- Berliner Kunstpreis (1996)
- Polar Music Prize (1996)
- Goldene Ehrenmedaille Baden-Baden (2004)
- 26 Grammys
Werkauswahl
- Douze notations für Klavier (1945)
- Structures I für zwei Klaviere (1952)
- Le Marteau sans Maître für Kammerensemble (1955)
- Dritte Klaviersonate (1957)
- Éclat für 15 Instrumente (1969)
- Rituel in memoriam Bruno Maderna für Orchester in 8 Gruppen (1975)
- Notations für Orchester I-IV (1978)
- Anthèmes II für Violine und Live-Elektronik (1997)
- Sur Incises für 3 Klaviere, 3 Harfen und 3 Schlagzeuger (1998)
- Notations für Orchester VII (1998)
JoVo
Letztes Update 29.01.2007 | CopyrightŠ Johannes Voit 2006 |

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