Rihm, Wolfgang
Deutscher Komponist
Wolfgang Rihm wurde am 13. März 1952 in Karlsruhe geboren. Im Alter von elf Jahren unternahm er erste Kompositionsversuche und nahm noch während seiner Schulzeit das Kompositionsstudium bei Eugen Werner Velte an der Musikhochschule in Karlsruhe auf. Es folgten weitere Kompositionsstudien bei Wolfgang Fortner und Humphrey Searle. 1972 bestand er das Abitur und legte noch im gleichen Jahr das Examen in Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule ab. Es schlossen sich Kompositionsstudien bei Karlheinz Stockhausen und Klaus Huber an. 1974 trat der 22-Jährige mit seinem Orchesterstück Morphonie Sektor IV in Donaueschingen an eine breite Öffentlichkeit und polarisierte das Publikum durch seine expressive Musiksprache, die aus den Konventionen der letzten (seriell geprägten) Jahrzehnte ausbrach. Seitdem hat der produktive Komponist mehr als 400 Werke geschaffen. Rihm war Dozent in Karlsruhe, München und bei den Darmstädter Ferienkursen bevor er 1985 als Nachfolger seines Lehrers Velte dessen Professur für Komposition in Karlsruhe übernahm. Rihm ist Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim. Er war Composer in Residence bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern (1997), bei den Salzburgern Festspielen (2000) und bei dem Festival Musica in Straßburg (2000).
Auszeichnungen (Auswahl)
- Beethoven-Preis der Stadt Bonn (1981)
- Bundesverdienstkreuz (1989)
- Ehrendoktorat der Freien Universität Berlin (1998)
- Bach-Preis der Stadt Hamburg (2000)
- Royal Philharmonic Society Award (2001)
- Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres (2001)
- Ernst von Siemens Musikpreis (2003)
- Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (2004)
Werkauswahl: Musiktheater
- Faus und Yorick, Kammeroper Nr.1 (1976)
- Jakob Lenz, Kammeroper Nr. 2 (1977/78)
- Die Hamletmaschine (1983/86)
- Oedipus (1986/87)
- Die Eroberung von Mexico (1987/91)
- Séraphin (1994)
- Jagden und Formen (2001)
- Das Gehege (2006)
Werkauswahl: Sonstige
- Morphonie Sektor IV (1974)
- 3. Streichquartett „Im Innersten“ (1976)
- Wölfli-Liederbuch für Bassbariton und Klavier (1980/81)
- Tutuguri, Poème damsé, Ballett (1980/82)
- Départ (1988)
- Gesungene Zeit, Musik für Violine und Orchester (1991/92)
- Vers une Symphonie fleuve (1992/95)
- Deus Passus, Passionsstücke nach Lukas (1999/2000)
JoVo
Letztes Update 31.10.2007 | CopyrightŠ Johannes Voit 2006 |

|
