serielle Musik
Kompositionstechnik, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa aufkam und auf der
Dodekaphonie Schönbergs, Bergs und vor allem
Weberns aufbaut. In der seriellen Musik wird das chromatische Prinzip der Zwölftonreihe auf andere musikalische Parameter wie Tondauern, Intensitätsgrade (Dynamik) und Klangfarben übertragen; diese musikalischen Parameter werden nach objektivierbaren Kriterien in Reihen organisiert.
1945 wurde auch musikalisch als "Stunde Null" und als Chance für einen Neuanfang aufgefasst. So wurden Tonalität und spätromantische Klangsprache durch eine strenge serielle Organisation des musikalischen Materials aus den Kompositionen der neuen
Avantgarde verbannt.
Als erstes seriell komponiertes Stück gilt
Olivier Messiaens "Mode de valeurs et d'intensités" (1949-50). Wichtige Vertreter der seriellen Musik sind
Karlheinz Stockhausen und
Pierre Boulez. Bedeutende Aufsätze zur seriellen Musik wurden in der Zeitschrift "
Die Reihe" veröffentlicht, die 1955-1960 von Herbert Eimert und Karlheinz Stockhausen herausgegeben wurde.
JoVo
Letztes Update 02.10.2008 | CopyrightŠ Johannes Voit 2006 |

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