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Tintinnabuli

Tintinnabuli ist eine Kompositionstechnik, die von dem estnischen Komponisten Arvo Pärt entwickelt wurde und in nahezu allen seinen Werken seit 1976 zur Anwendung kommt.

Das Prinzip Tintinnabuli (lat. tintinnabulum: Klingel, Schelle auch Glocke) entspringt der Idee von läutenden Glocken: einem klingenden Ton werden, ähnlich wie bei einer Orgelkoppel automatisch gewisse Resonanztöne zugeordnet. Anders als bei Glocken sind diese aber nicht Teile der jeweiligen Naturtonreihe, sondern einem vorher festgelegten Dreiklangsrahmen entnommen.

Pärts Tintinnabuli-Kompositionen lassen sich in T-Stimmen (T – triad, Tintinnabuli) und M-Stimmen (Melodie) unterteilen (vgl. Hillier, 92ff.). Die M-Stimmen bewegen sich mehr oder weniger streng entlang einer Dur- oder Moll-Tonleiter, die T-Stimmen begleitet die M-Stimme. Dabei können Abstand und Position der M-Stimme variieren.

 

Beispiele

 

T-Stimme oberhalb, enger Abstand:
<strong>Tintinnabuli</strong> Bsp.1

T-Stimme unterhalb, weiterer Abstand:
<strong>Tintinnabuli</strong> Bsp. 2

Für gewöhnlich besteht eine Komposition aus einer Kombination mehrerer M-Stimmen und der dazu gehörigen T-Stimmen. Die entstehenden Texturen sind häufig homophon. Meistens sind M- und T-Stimme einer Tonart entnommen, bei „Fratres“ aber beispielsweise teilen sich zwei M-Stimmen (Tonart: d-Moll harmonisch) eine T-Stimme (Tonart: a-Moll). Dies führt immer wieder zu einer reizvollen c-cis Querständigkeit.

 

Pärt lockert den engen Rahmen dieser Regelhaftigkeit häufig durch geschicktes Spiel mit Klangfarben. So können M-Stimmen in extremer Tiefe durch T-Stimmen am anderen Ende des Tonhöhen-Spektrums begleitet oder auch kontrastiert werden (vgl. „De Profundis“)

 

(PaEh)

Titel: Tintinnabuli Tintinnabuli
Begriff(e): Tintinnabuli Tintinnabuli
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Letztes Update 26.07.2013 | CopyrightŠ Johannes Voit 2006 | Seite drucken: Tintinnabuli | Seite einem Freund senden: Tintinnabuli

 

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