Zwölftontechnik
(= Dodekaphonie)
Kompositionstechnik, die mit zwölf aufeinander bezogenen Tönen arbeitet. Das chromatische Prinzip der Zwölftonreihe nimmt hier als Ordnungsprinzip die Stelle der Tonalität ein. Jede Komposition basiert auf einer Zwölftonreihe, in der die gleichberechtigten zwölf Töne einer Oktave in eine Reihenfolge gebracht werden. Die Reihe kann in ihrer Grundgestalt, im "Krebs" (rückwärts), in der "Umkehrung" (horizontal gespiegelt) oder im "Krebs der Umkehrung" verwendet werden. Alle zwölf Töne der Reihe müssen erklungen sein, bevor sie wieder mit dem ersten Ton beginnen darf. Auf diese Weise wird die Bildung eines tonalen Zentrums verhindert, da sich kein Grundton herausbilden kann. Mehrstimmigkeit wird durch vertikale Übereinanderschichtung von Erscheinungsformen der Reihe erreicht. Die ganze Komposition ist also letztlich eine Variation der ihr zugrunde liegenden Reihe.
Die Zwölftonmusik entstand um 1920 nach einer Phase freier Atonalität. Als ihre Begründer gelten Josef Matthias Hauer und Arnold Schönberg. Weitere wichtige Vertreter sind Alban Berg und Anton Webern.
JoVo
Letztes Update 28.06.2007 | Copyright© Johannes Voit 2006 |

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